Übersichtstafeln beschädigt
Unbekannte beschädigen Infotafeln
Wattenscheid, 18.03.2011, Redaktion WAZ
Wattenscheid. Für rund 7000 Euro hat der Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid die Infotafeln am Bergbauwanderweg erneuern lassen. Nur wenige Tage später waren mehrere Tafeln durch Vandalismus beschädigt – Kosten für die Reparaturen: weit mehr als tausend Euro.
Rückblick: Der HBV hatte im Oktober 1992 mit Unterstützung der Ruhrkohle, der NRW-Stiftung, der Fachhochschule Georg Agricola, der Montan-Technologie und der Kulturstiftung der Sparkasse den 5 km langen Bergbauwanderweg in Höntrop und Eppendorf eingeweiht, der die Entwicklung des frühen Bergbaus in dieser Region auf 14 Kupfertafeln dokumentiert.
In den letzten Jahren hatte der Zahn der Zeit an den kupfernen Tafeln und hölzernen Stationen genagt. Besonders die Kupfertafeln waren verwittert und mussten in einem speziellen Verfahren gereinigt werden. Dazu kam, dass Kupferdiebe die Tafel Nr. 2 entwendet hatten und kein gleichwertiger Ersatz gefunden werden konnte. Zudem zerfielen die Holzhalterungen immer mehr. Dazu hatte in der Vergangenheit der offenbar nicht aufzuhaltende Vandalismus immer wieder dafür gesorgt, dass viele Tafeln beschmiert und veranstaltet wurden. „Die jetzt anstehende Generalüberholung und Sanierung der Tafeln hat zwei Jahre gedauert. Die gestohlene Tafel wurde durch eine kupferähnliche Tafel ersetzt. Alle Tafeln sind jetzt durch spezielles Schutzglas gesichert“, so Klaus-Peter Hülder. Die umfängliche Sanierung wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen. Die sanierten Tafeln sollten bei einem Vor-Ort-Termin der Öffentlichkeit vorgestellt werden. HBV-Mitglied Gerhard Lutter, der den Bergbauwanderweg maßgeblich unterstützt: „Leider ist schon wieder Vandalismus zu beklagen. So an der mit Farbe verunstalteten Orientierungs-Tafel eins auf dem Parkplatz vor der Realschule Höntrop. Oder im Südpark das völlig zerstörte Schutzglas der Tafel Nummer zwölf, auf dem Weg zwischen Gartenstraße und Spielplatz gelegen und Tafel Nummer vier im Bereich der Talstraße.“
Der HBV lässt sich nicht entmutigen und hofft, dass „aufmerksame Zeitgenossen“ ein Auge auf die Tafeln werfen und so durch „soziale Kontrolle“ Menschen von den Schmierereien und Zerstörungen abgehalten werden können. Unabhängig davon hat der Vorstand Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der HBV hatte etwa die Hälfte der 7000 Euro aus Eigenmitteln beigesteuert; die Kulturstiftung der Sparkasse beteiligte sich mit 3000 Euro.